Haus am Park, Küppersteg

KULINARISCHE OASE MIT STIL

Das „Haus am Park“ hat ein neues Gesicht – und eine neue kulinarische Handschrift. Patron Roberto Mancuso, gebürtiger Kalabrese und in Leverkusen vielen als Betreiber des „Fellini“ in Wiesdorf bekannt, hat auch dieses Restaurant übernommen und ihm eine neue Richtung gegeben.

„Mit dem Haus am Park präsentieren wir gehobene europäische Küche – saisonal und regional. Und ich als Italiener sorge für den südlichen Einschlag des Ganzen“, beschreibt Mancuso sein Konzept. Ein Satz, der ziemlich genau trifft, was den Gast hier erwartet.

Die Karte ist bewusst kompakt gehalten. Sie kombiniert klassische Gerichte mit saisonalen Ideen. Unter den Hauptspeisen finden sich etwa ein Wiener Kalbsschnitzel oder geschmorte Ochsenbäckchen – Gerichte, die einen Stammplatz auf der Karte haben. Gleichzeitig sorgt die wechselnde Auswahl immer wieder für neue kulinarische Akzente.

Dass Mancuso großen Wert auf Frische und Qualität legt, zeigt sich bereits beim ersten Gruß aus der Küche. Das Hausbrot kommt frisch aus dem Ofen, die Oliven sind selbst eingelegt. Und das Olivenöl, das am Tisch gereicht wird, stammt aus einem Olivenhain der Familie Mancuso in Kalabrien. Sein persönliches Deputat sozusagen. In der Küche selbst kommen daneben andere hochwertige Öle zum Einsatz.

Ein besonderes Erlebnis meines Besuchs ist eine kurze Stippvisite in der Küche. Dort kann ich beobachten, wie mein Kalbsschnitzel in der Pfanne souffliert wird. Der Koch schwenkt die Pfanne immer wieder, sodass das heiße Fett über das panierte Schnitzel schwappt. Eine klassische Technik, die dafür sorgt, dass die Panade nur locker am Fleisch haftet und einen luftigen, knusprigen Mantel bildet.

Zurück am Tisch startet mein Menü mit einem Feldsalatteller mit Hausbrot-Croutons, Speck und Kartoffeldressing. Schlicht komponiert, aber präzise abgeschmeckt. Da-nach folgte das Kalbsschnitzel – hauchdünn geklopft, wunderbar zart und perfekt gebraten. Dazu ein lauwarmer Gurken-Kartoffelsalat, der hervorragend konveniert. Zitronenspalte und Preiselbeeren dürfen als Garnitur nicht fehlen – ein paar Spritzer-Säure und ein Klecks Süße. Das Ganze war nahe an der Perfektion.

Den Abschluss bildeten eine Crème brûlée und ein Espresso. Für den letzten Gang wechsele ich auf die Terrasse und erlebe die blaue Stunde – besser kann ich den Abend nicht ausklingen lassen.

Der Blick von hier öffnet sich hin zum Grün rund um das benachbarte CaLevornia-Bad. An warmen Tagen sorgt das für Sonne, Leichtigkeit, gute Laune. Und dann gibt es da noch den POV auf die BayArena. Der Leverkusener Tempel des Spitzensports. Große Klasse auf dem Rasen – große Küche auf dem Teller. Das ergibt zusammen ein erstaunlich stimmiges Bild.

Auch im Inneren hat sich im „Haus am Park“ einiges verändert. Die früher eher zurückhaltende, fast nordisch-kühle Ambiente ist warmen Farben gewichen. Heute prägt eine elegante, feine barocke südliche Note die Räume – chic, einladend und umgarnend. Besonders der große Gastraum mit Blick zum Park wirkt großzügig und stilvoll. Ein Kamin sorgt dort im Winter für zusätzliche Behaglichkeit. Fast freut man sich schon auf einen Abend bei prasselndem Feuer.

Was bleibt, ist der Eindruck eines Restaurants, das kulinarische Qualität mit Atmosphäre verbindet. Und dazu die ausgesprochen herzliche Gastlichkeit von Roberto Mancuso und seinem Team.

Allora, ein gelungener Ausflug zur kulinarischen Oase mit Stil an der Bismarckstraße.

Bismarckstraße 186
51373 Leverkusen
Tel. 0214 73487275

www.www.hausampark.info

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