VERACE PIZZA NAPOLETANA.
Wer in Leverkusen echtes Neapel-Feeling sucht, wird in Küppersteg fündig. Versteckt in einer ehemaligen Friedhofsgärtnerei liegt der Pizza Bulli – ein kleines Juwel, das italienische Urlaubsmomente direkt ins Rheinland bringt. Hier dreht sich alles um Verace Pizza Napoletana: das Original mit luftigem Teig, weichem Kern und dem cha-rakteristisch „getigerten“ Rand.
Ich bin früh dran. Die ersten Gäste verschwinden bereits durch die unscheinbare Tür. Dahinter öffnet sich ein beheizter Wintergarten und der Gastraum mit liebevoll ge-deckten Tischen und entspannter Atmosphäre. Rechts am Eingang stehen ein Fiat und der namensgebende VW-Bulli – ein charmantes Detail und zugleich ein Hinweis darauf, dass dieses Konzept mehr ist als eine klassische Pizzeria.
Hier ist auch ein Caterer zuhause. Von Sonntag bis Mittwoch ist das Lokal geöffnet und bietet eine kleine, feine Karte mit Fokus auf neapolitanischer Pizza. Von Don-nerstag bis Samstag geht der Bulli auf Tour und bringt sein neapolitanisches Flair zu Hochzeiten, Firmenfeiern und privaten Events.
Es ist Dienstag – und der Appetit groß. Ich sitze im Gastraum mit der famosen Fotota-pete, die an der Stirnseite Palazzo-Atmo aufmacht. Zum Einstieg bestelle ich den Vorspeisenteller. Mein erster Griff gilt dem Prosciutto di Parma: hauchdünn geschnit-ten, zart und aromatisch. Das Grillgemüse hat angenehmen Biss, dazu kräftiger Par-mesan, der genau so bröckelt, wie er soll. Als Vorgeschmack auf die Hauptspeise wird „getigertes“ Pizzabrot gereicht – mit den typischen Röstaromen, die auch das Markenzeichen der neapolitanischen Pizza sind.
Die Küche ist offen, der Blick auf die Zubereitung ausdrücklich erwünscht. Acht Vari-anten stehen zur Auswahl. Gastgeber Sergio Palombi empfiehlt seine Lieblingspizza: San-Marzano-Tomaten, Büffelmozzarella und frisches Basilikum – die Pizza Regina. Gebacken wird bei rund 485 Grad. Nach nur 60 Sekunden liegt sie vor mir auf dem Tisch: ein luftiger, getigerter Rand, innen weich und saftig. Der Büffelmozzarella schmilzt cremig über die fruchtige Tomatensauce. Pizza-Genuss pur. Ein kulinari-sches Farbspiel in Rot, Weiß und Grün – und ein Geschmack, der sofort nach Neapel entführt.
Auch das Ambiente trägt seinen Teil dazu bei. Vintage-Möbel, große Fensterflächen und warmes Licht schaffen eine Atmosphäre irgendwo zwischen Trattoria, Café und Weinbar. Viele Gäste sprechen vom „versteckten Juwel“ – und tatsächlich wirkt der Pizza Bulli wie ein Ort, den man am liebsten für sich behalten würde.
Die Gastfreundschaft ist dabei genauso prägend wie die Küche. Stammgäste werden persönlich begrüßt, neue Besucher ebenso aufmerksam empfangen. Am Ende mei-nes Besuchs habe ich mit mehreren Gästen ein kurzes Gespräch geführt – die ent-spannte, offene Stimmung scheint sich ganz selbstverständlich im Raum auszubrei-ten. Einen großen Anteil daran hat Sergio Palombi, der mit Leidenschaft Gastgeber im besten Sinne ist.
Lust auf Neapel? In lässiger Atmosphäre und ohne lange Reise? Der Pizza Bulli ist mehr als eine Pizzeria. Er ist ein Ort zum Ankommen, Genießen und Wohlfühlen. Ein Abend hier fühlt sich an wie ein Besuch bei guten Freunden.
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